Konzern-Zwischenbericht
1. Januar bis 30. September 2016

Im Mobilfunk konnten wir mit deutlich höheren Umsätzen bei den Verkäufen von mobilen Endgeräten die leicht rückläufigen Service-Umsätze voll ausgleichen. Diese waren von gegenläufigen Effekten geprägt: niedrigere Entgelte bei der Mobilfunk-Terminierung sowie bei der Roaming-Regulierung trugen zu einer Verminderung der Sprachumsätze bei. Dem gegenüber standen höhere Umsätze bei den mobilen Datendiensten, die im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8,0 % zulegten. Diese positive Entwicklung ist u.a. das Resultat unseres schnellen Mobilfunknetzes und dessen hoher Reichweite. Die positive Entwicklung im Festnetz-Geschäft ist v.a. auf gestiegene Umsätze im TV- und im Breitband-Geschäft zurückzuführen. Deren Anteil an den gesamten Festnetz-Umsätzen betrug in den ersten neun Monaten 2016 48 %. Die Anzahl der Breitband-Anschlüsse erhöhte sich sukzessive, insbesondere auch durch den Ausbau von Glasfaseranschlüssen. Davon profitierte auch unser TV-Geschäft, das unsere Kunden mit seinen innovativen Diensten über alle Bildschirme hinweg sowie durch die Programmvielfalt überzeugte. Das Angebot von „MagentaOne“ im Privatkunden- als auch im Geschäftskunden-Segment trug ebenfalls dazu bei. Durch diese positiven Beiträge konnten wir die Umsatzrückgänge sowohl bei der klassischen Telefonie als auch im Geschäftskundenbereich B2B/ICT mehr als ausgleichen.

Das bereinigte EBITDA erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 3,2 % und lag somit bei 415 Mio. €. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA sogar um 4,8 %. Zu dieser Entwicklung trugen die höheren organischen Umsätze bei. Dieser Effekt wurde teilweise durch höhere direkte Kosten kompensiert. Die indirekten Kosten bewegten sich auf Vorjahresniveau.

Österreich. In Österreich erwirtschafteten wir in den ersten neun Monaten 2016 einen Umsatz von 635 Mio. €, das sind 4,3 % mehr als im Vergleichszeitraum. Großteils ist dies auf gestiegene Umsätze beim mobilen Datengeschäft zurückzuführen: die gestiegene Anzahl an Vertragskunden führte auch zu einer erhöhten Nutzung der Datendienste. Der Anteil der Datendienste am Gesamtumsatz betrug 28 %. Zudem wirkten gestiegene Visitoren-Umsätze als auch gestiegene Umsätze aus dem Verkauf von mobilen Endgeräten positiv auf die Umsatzentwicklung. Insgesamt konnten die positiven Effekte die Umsatzrückgänge bei der Sprachtelefonie v.a. bedingt durch geringere Roaming Regulierungsentgelte überkompensieren.

Das bereinigte EBITDA stieg in den ersten neun Monaten 2016 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 11,3 % und betrug 217 Mio. €. Durch den höheren Umsatz konnten gestiegene Marktinvestitionen bei den direkten Kosten ausgeglichen werden. Die indirekten Kosten lagen leicht über dem Niveau des Vergleichszeitraums.

EBIT

In unserem operativen Segment Europa sank das EBIT zum Ende des dritten Quartals 2016 um 4,6 % auf 1,1 Mrd. €. Ursächlich hierfür ist die rückläufige EBITDA-Entwicklung. Zudem wirkten sich gestiegene Abschreibungen mindernd auf das EBIT aus.

Cash Capex

In den ersten neun Monaten 2016 wies unser operatives Segment Europa einen Cash Capex von 2,3 Mrd. € aus. Dies entspricht einem Anstieg von 1,1 Mrd. €, der in erster Linie durch die in 2016 getätigten Erwerbe von Mobilfunk-Spektrum in Polen, der Tschechischen Republik und Montenegro sowie der Frequenzverlängerung in den Niederlanden resultiert.